„Hinter alles ein Fragezeichen machen“. Theodor Fontane. Von Sechzig bis (fast) Achtzig

In einem Alter, in dem andere Autoren die Feder aus der Hand legen, fing Fontane noch einmal ganz neu an. Nachdem er, zur Empörung seiner Ehefrau, die feste Stellung als Akademie-Sekretär aufgegeben hatte, musste er zwar die ungewisse Existenz des freien Schriftstellers auf sich nehmen, konnte sich nun aber – halbwegs abgesichert durch sein Amt als Theaterreferent der „Vossischen Zeitung“ – endlich dem Projekt widmen, das er schon seit über zwanzig Jahren umdacht hatte: dem Roman „Vor dem Sturm“.

Anschließend ging er dann daran, seinen, wie er’s nannte, „kleinen Romanschriftsteller-Laden aufzumachen“, von dem wir heute sagen dürfen, dass es alles andere als ein „kleiner Laden“ geworden ist: Zumal seine Gesellschafts-Romane wie „Irrungen, Wirrungen“, „Effi Briest“ oder „Frau Jenny Treibel“ zählen genau wie „L’Adultera“ oder die (gern unterschätzte) „Mathilde Möhring“ zu den Höhepunkten der deutschen Literatur des 19. Jahrhunderts.

Gar nicht zu reden von Erzählungen wie „Schach von Wuthenow“ oder Fontanes opus magnum „Der Stechlin“. Über diese Werke des „alten Fontane“ wird Heiko Postma im Café Vetter sprechen, und dazu auch über den letzten Lebensabschnitt Theodor Fontanes, des Mannes, dem „Independenz über alles“ ging und der, genau wie sein Dubslav von Stechlin, „hinter alles ein Fragezeichen“ setzte.

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Datum

Mai 17 2020

Uhrzeit

11:15

Preis

$12.00

Ort

Café Vetter
Reitgasse 4, 35037 Marburg
Kategorie

Veranstalter

Neue Literarische Gesellschaft
Phone
+49 (6421) 29 79 867
E-Mail
nlg_vorstand@yahoo.de
Website
http://www.literatur-um-11.de/programm.html